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Multiple-Choice-Test #3: Soziale Absicherung und Erwerbslosigkeit

(Pressemitteilung vom 6. September 2017)

Kombinationen von selbstständiger und unselbstständiger Tätigkeit, freie künstlerische Arbeit ohne absehbare Einkünfte, befristete Kurz- und Kürzestbeschäftigungen, unregelmäßige Auftragslagen und Phasen der Erwerbslosigkeit prägen den Arbeitsalltag von Kunst- und Kulturschaffenden. Um eine gute soziale Absicherung bei diskontinuierlichen Einkünften zu ermöglichen, braucht es Sozialversicherungssysteme und -regelungen, die die zeitgenössischen Erwerbsrealitäten berücksichtigen und existenzsichernd wirken.

Welche sind das? Mehrfachantworten möglich. Einige der Antwortoptionen entsprechen den Forderungen des Kulturrat Österreich. Auf Übereinstimmungen sind wir gespannt

  • Erreichen von Ansprüchen aus der Arbeitslosenversicherung auch bei auf kurze Zeit befristeten Beschäftigungen
  • Signifikante Anhebung der Nettoersatzrate und existenzsichernde Mindesthöhe beim Arbeitslosengeld sowie automatisierte jährliche Erhöhung von Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung
  • Abschaffung der Pflichtversicherung, individuelle Entscheidungsfreiheit über die soziale Absicherung
  • Vorübergehende Ausnahme aus der Pflichtversicherung (Ruhendmeldung) bei vorübergehender Auftrags- und Erwerbslosigkeit für alle Neuen Selbstständigen, nicht nur für Kunst und Gewerbe
  • Bonus-Malus-System in der Krankenversicherung: Wer gesund ist und bleibt, soll geringere Beiträge bezahlen
  • Krankengeld für alle, ab dem ersten Tag der Erkrankung
  • Zuschüsse zu den Sozialversicherungsbeiträgen für alle freiberuflich tätigen Kunst-, Kultur- und Medienschaffenden
  • Neudefinition von Arbeitslosigkeit, die auch der Arbeitsrealität von Kunst-, Kultur- und Medienschaffenden gerecht wird
  • Keine Selbstbehalte bei medizinischer Versorgung
  • Entlastung der Einzahler_innen in den Künstler_innensozialversicherungsfonds
  • Bedingungsloses und existenzsicherndes Grundeinkommen für alle


Kultur sucht Politik: Öffentliche Diskussion der Antworten mit Kulturpolitiker_innen der wahlwerbenden Parteien

Mittwoch, 20. September 2017, 19 Uhr, Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien

Zuletzt verändert: 08.09.2017 01:52