Kultur
12:00
Do, 13.01.2005
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Do, 13.01.2005
K?rsozialversicherung
Debatte um K?rsozialversicherung
Debatte um K?rsozialversicherung
"Sozialversicherung f?stler" - man m?e meinen, dass
dieses Thema nur den relativ kleinen Kreis der K?r und Kultur-Institutionen
interessiert. Aber gerade in den letzten Monaten hat das Thema in den Medien
teils hohe Wellen geschlagen.
Vor allem wegen der Aufregung um das Schauspielerpaar Albert Fortell und Barbara Wussow, die trotz hoher Gagen als Seriendarsteller Arbeitslosengeld bzw. Notstandshilfe bezogen haben. Was rein rechtlich ?ns korrekt ist. Und ?es hat Kunststaatssekret䲠Franz Morak k?h verlauten lassen, dass die Zusch?ei der K?rsozialversicherung erh?werden k?n. Haben K?r also Privilegien gegen?nderen Versicherten?
Die Regelung
K?r, die insgesamt unter 19.621 Euro pro Jahr verdienen, m?die Beitr䧥 zur gewerblichen Sozialversicherung nur zum Teil selbst bezahlen. Falls ihr Ansuchen angenommen wird, bekommen sie einen Zuschuss zur Pensionsversicherung.
Der maximale Zuschuss wurde f?5 von 872 auf 1.026 Euro angehoben. Oft entsteht der Eindruck, dass es sich um staatliche Zusch?andelt. Dem ist aber nicht so. Kunststaatssekret䲠Franz Morak betont, dass in den K?rsozialversicherungsfonds kein Groschen Steuergeld flieߴ. Die Zusch? werden aus Abgaben der Kabel-TV-Betreiber und der Verk䵦er und Vermieter von Satelliten-Empf䮧ern und -Decodern finanziert.
Neue Bestimmung seit 2001
Im Vorjahr haben 5.808 K?r Zusch?ekommen. Viele steigen dennoch insgesamt schlechter aus als noch vor 5 Jahren. Die mit Ende der 90er Jahre eingef?Verpflichtung, auch selbstst䮤ige Eink?zu versichern, selbst wenn man schon ?ine Anstellung Krankenkassenbeitr䧥 zahlt, gilt seit Anfang 2001 auch f?stler. Die K?rsozialversicherung war nicht zuletzt eine Ma߮ahme, die daraus resultierenden neuen Belastungen abzufedern.
Franz Morak nennt die K?rsozialversicherung eine Erfolgsgeschichte. Die K?rvertreter sehen das nach wie vor anders. Sie bleiben bei ihren seit jeher ge䵟erten Kritikpunkten. Gerhard Ruiss von der IG Autoren fasst zusammen: "So sind wir vom Verhandlungstisch aufgestanden vor einigen Jahren, dass das nur der erste Schritt ist. Das ist auch nachzulesen in den Medien. Dass man dann einen kulturpolitischen Erfolg buchen wollte und gesagt hat: Jetzt ist sie da, die K?rsozialversicherung, war der PR-Gag, aber nicht die Realit䴮"
Wunsch nach deutschem Modell
Die ?rreichische K?rsozialversicherung sieht f?lecht verdienende K?r einen Zuschuss zur Pensionsversicherung vor. Die K?rvertreter w?n sich aber ein System nach dem Modell in Deutschland. Dort bekommen K?r 50 Prozent Zuschuss zur Pensions- und Krankenversicherung - und zwar unabh䮧ig von der Einkommensh?
Das ist m?ch, weil nicht nur Kabel-TV-Betreiber zur Kasse gebeten werden, sondern alle m?chen Verwerter k?rischer Leistungen: Von Verlagen bis zu Konzertveranstaltern liefern einen kleinen Prozentsatz ihrer Ums䴺e an den K?rsozialversicherungsfonds ab und leisten damit einen fiktiven Arbeitgeberbeitrag f?e K?r.
Ruiss f?mverteilung
Es handelt sich dabei also um eine Umverteilung innerhalb des Kulturbetriebs, von den finanziell oft besser gestellten Kunst-Institutionen zu den oft schlechter gestellten und sozial weniger abgesicherten K?rn, von deren Leistungen die Institutionen profitieren. So eine gro߲䵭ige Umverteilung w? sich Gerhard Ruiss auch f?erreich.
"Wie Armenhilfe"
Zwar bekommen bei der ?rreichischen K?rsozialversicherung die besonders einkommensschwachen K?r sogar h?e Zusch?"Wir haben in dem unteren Segment eine wesentlich bessere Leistungs-Statistik", stellt Morak fest.
Aber, so die K?rvertreter, es sei wirtschaftlich falsch gedacht, nur den sozial bed?en die Gelder der Kunstverwerter zugute kommen zu lassen. Maria Anna Kollmann vom Dachverband der Filmschaffenden erkl䲴: "Es hat ja auch etwas von Armenhilfe - und von dort wollen wir weg. Ich sehe es weniger als F?rung, denn als Investition. Man muss einfach bedenken, dass es das Filmwunder ֳterreich gibt."
Morak: "Grosse L?g" nicht durchsetzbar
Eine "Grosse L?g" f? K?rsozialversicherung wie in Deutschland scheint aber politisch nicht durchsetzbar, und, so Morak, derzeit nicht finanzierbar.
Immer mehr in "neuer Selbst䮤igkeit"
Unterdessen werden immer mehr K?r in die "Neue Selbst䮤igkeit" gedr䮧t. So m? Schauspieler laut Gesetz eigentlich f? Dauer einer Theater- oder Filmproduktion angestellt werden. Das wird immer ?r, auch von gr?en Festival-Veranstaltern, umgangen.
Deshalb fragen sich K?rvertreter: Warum nicht gleich eine Reform der Sozialversicherung f??r, die auf ihre stark gemischten, unregelm䟩gen Arbeitsverh䬴nisse wirklich zugeschnitten ist?
Sozialrechtsreform
Eine solche Sozialrechtsreform w䲥 aber nicht Sache Moraks, sondern von Sozialminister Herbert Haupt. "Der Sozialminister ist gerade dabei, eine Runde aller Beteiligten einzuberufen, um eine Diskussion in Gang zu setzen, die diesen Themenkatalog abarbeitet", sagt Kunststaatssekret䲠Morak.
Anlass f?ie Initiative von Sozialministers Haupt k?e die Causa Arbeitslosengeld f?lbert Fortell sein, die besonders die blaue Stammw䨬erschaft ver䲧ert haben d?
Vor allem wegen der Aufregung um das Schauspielerpaar Albert Fortell und Barbara Wussow, die trotz hoher Gagen als Seriendarsteller Arbeitslosengeld bzw. Notstandshilfe bezogen haben. Was rein rechtlich ?ns korrekt ist. Und ?es hat Kunststaatssekret䲠Franz Morak k?h verlauten lassen, dass die Zusch?ei der K?rsozialversicherung erh?werden k?n. Haben K?r also Privilegien gegen?nderen Versicherten?
Die Regelung
K?r, die insgesamt unter 19.621 Euro pro Jahr verdienen, m?die Beitr䧥 zur gewerblichen Sozialversicherung nur zum Teil selbst bezahlen. Falls ihr Ansuchen angenommen wird, bekommen sie einen Zuschuss zur Pensionsversicherung.
Der maximale Zuschuss wurde f?5 von 872 auf 1.026 Euro angehoben. Oft entsteht der Eindruck, dass es sich um staatliche Zusch?andelt. Dem ist aber nicht so. Kunststaatssekret䲠Franz Morak betont, dass in den K?rsozialversicherungsfonds kein Groschen Steuergeld flieߴ. Die Zusch? werden aus Abgaben der Kabel-TV-Betreiber und der Verk䵦er und Vermieter von Satelliten-Empf䮧ern und -Decodern finanziert.
Neue Bestimmung seit 2001
Im Vorjahr haben 5.808 K?r Zusch?ekommen. Viele steigen dennoch insgesamt schlechter aus als noch vor 5 Jahren. Die mit Ende der 90er Jahre eingef?Verpflichtung, auch selbstst䮤ige Eink?zu versichern, selbst wenn man schon ?ine Anstellung Krankenkassenbeitr䧥 zahlt, gilt seit Anfang 2001 auch f?stler. Die K?rsozialversicherung war nicht zuletzt eine Ma߮ahme, die daraus resultierenden neuen Belastungen abzufedern.
Franz Morak nennt die K?rsozialversicherung eine Erfolgsgeschichte. Die K?rvertreter sehen das nach wie vor anders. Sie bleiben bei ihren seit jeher ge䵟erten Kritikpunkten. Gerhard Ruiss von der IG Autoren fasst zusammen: "So sind wir vom Verhandlungstisch aufgestanden vor einigen Jahren, dass das nur der erste Schritt ist. Das ist auch nachzulesen in den Medien. Dass man dann einen kulturpolitischen Erfolg buchen wollte und gesagt hat: Jetzt ist sie da, die K?rsozialversicherung, war der PR-Gag, aber nicht die Realit䴮"
Wunsch nach deutschem Modell
Die ?rreichische K?rsozialversicherung sieht f?lecht verdienende K?r einen Zuschuss zur Pensionsversicherung vor. Die K?rvertreter w?n sich aber ein System nach dem Modell in Deutschland. Dort bekommen K?r 50 Prozent Zuschuss zur Pensions- und Krankenversicherung - und zwar unabh䮧ig von der Einkommensh?
Das ist m?ch, weil nicht nur Kabel-TV-Betreiber zur Kasse gebeten werden, sondern alle m?chen Verwerter k?rischer Leistungen: Von Verlagen bis zu Konzertveranstaltern liefern einen kleinen Prozentsatz ihrer Ums䴺e an den K?rsozialversicherungsfonds ab und leisten damit einen fiktiven Arbeitgeberbeitrag f?e K?r.
Ruiss f?mverteilung
Es handelt sich dabei also um eine Umverteilung innerhalb des Kulturbetriebs, von den finanziell oft besser gestellten Kunst-Institutionen zu den oft schlechter gestellten und sozial weniger abgesicherten K?rn, von deren Leistungen die Institutionen profitieren. So eine gro߲䵭ige Umverteilung w? sich Gerhard Ruiss auch f?erreich.
"Wie Armenhilfe"
Zwar bekommen bei der ?rreichischen K?rsozialversicherung die besonders einkommensschwachen K?r sogar h?e Zusch?"Wir haben in dem unteren Segment eine wesentlich bessere Leistungs-Statistik", stellt Morak fest.
Aber, so die K?rvertreter, es sei wirtschaftlich falsch gedacht, nur den sozial bed?en die Gelder der Kunstverwerter zugute kommen zu lassen. Maria Anna Kollmann vom Dachverband der Filmschaffenden erkl䲴: "Es hat ja auch etwas von Armenhilfe - und von dort wollen wir weg. Ich sehe es weniger als F?rung, denn als Investition. Man muss einfach bedenken, dass es das Filmwunder ֳterreich gibt."
Morak: "Grosse L?g" nicht durchsetzbar
Eine "Grosse L?g" f? K?rsozialversicherung wie in Deutschland scheint aber politisch nicht durchsetzbar, und, so Morak, derzeit nicht finanzierbar.
Immer mehr in "neuer Selbst䮤igkeit"
Unterdessen werden immer mehr K?r in die "Neue Selbst䮤igkeit" gedr䮧t. So m? Schauspieler laut Gesetz eigentlich f? Dauer einer Theater- oder Filmproduktion angestellt werden. Das wird immer ?r, auch von gr?en Festival-Veranstaltern, umgangen.
Deshalb fragen sich K?rvertreter: Warum nicht gleich eine Reform der Sozialversicherung f??r, die auf ihre stark gemischten, unregelm䟩gen Arbeitsverh䬴nisse wirklich zugeschnitten ist?
Sozialrechtsreform
Eine solche Sozialrechtsreform w䲥 aber nicht Sache Moraks, sondern von Sozialminister Herbert Haupt. "Der Sozialminister ist gerade dabei, eine Runde aller Beteiligten einzuberufen, um eine Diskussion in Gang zu setzen, die diesen Themenkatalog abarbeitet", sagt Kunststaatssekret䲠Morak.
Anlass f?ie Initiative von Sozialministers Haupt k?e die Causa Arbeitslosengeld f?lbert Fortell sein, die besonders die blaue Stammw䨬erschaft ver䲧ert haben d?